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Das erste wichtige Ereignis im diesem Jahr ist das Feierliche Gelöbnis am 22. März 1996 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne
 

 

 

Aufbau einer Tribühne vor dem Koblenzer Schloss anlässlich der Verabschiedung von General Hansen am 25.März 1996

 

 

 

 

40 Jahre PiBtl 320

 

 

 

Änderung des Btl-Wappens

Ein weiterer Meilenstein wurde an diesem Wochenende gesetzt, denn das Bataillon ändert zum „40-jährigen“ sein Wappen, d.h. die Krone der Stadt Koblenz wurde ersetzt durch das Rad der Stadt Lahnstein.

 

 

 

Damit wurde endlich der Umzug nach Lahnstein auch symbolisch vollzogen.

Allerdings wird das Symbol der Eule stets an die Zeit in KO-Metternich erinnern.

 

 

Vom Bataillon wird das erste größere Kontingent (38 Soldaten - 2./320) im Rahmen des IFOR-Mandats nach Ex-Jugoslawien abgestellt.

 

 

Der 20.August.1996 ist für das Verlegen nach BENKOVAC festgelegt worden

  • Auftrag: Brückenbau mit englischem Gerät zwecks Instandsetzen von Straßen sowie Wiederherstellung zerstörter Infrastruktur

  • Rückkehr geplant für Mitte Dezember 1996

 Rhein-Zeitung v. 17.12.1996

 

Am Montag, 16.12.1996 wurden die rückkehrenden IFOR-Soldaten auf dem Flugplatz Köln-Wahn

 von Kommandeuren und Familien herzlich begrüßt – Fazit durch Generalmajor Jung:

Sie haben Frieden gebracht und neue Verbrechen verhindert – keine Verletzte.

 

 

 

Abschluss des Jahres bildet das traditionelle Adventskonzert in Maria Laach

 Rhein-Zeitung vom 15.12.1996

Schirmherrin: Frau Heide Reinhardt (Ehefrau des Befehlshabers HFüKdo) und die

 Wehrbeauftragte, Frau Marienfeldt,  unterstützten mit ihrer Anwesenheit

das diesjährige Konzert.

So kamen 3000,- Mark für die „Soldatentumorhilfe“ zusammen

 

 

Einer der Schwerpunkte für das Jahr 1997 fiel auf die Patengemeinden!

Dies kam öffentlichkeitswirksam zum Ausdruck, indem drei Feierliche Gelöbnisse in verschiedenen Patengemeinden durchgeführt wurden.

 

 

So wurde für den 05. Februar 1997 das erste Feierliche Gelöbnis    

in Oestrich-Winkel (Patengemeinde der 2./320) eingeplant.

 

 

Örtliche Presse vom 06.02.1997:

….“am Mittwoch haben 202 Rekruten des PiBtl 320 ihr öffentliches Gelöbnis abgelegt…Mehrere hundert Bürger, Verwandte und Freunde der Rekruten verfolgten mit Interesse die Gelöbnisfeier…in seiner Gelöbnisrede stellte Bürgermeister Weimann u. a. die Verbundenheit der Stadt zu ihren Soldaten heraus..

 

 

 

 

Es folgte ca. vier Monate später – am 12. Juni 1997 – das nächste

Feierliche Gelöbnis in Winningen (Patengemeinde der 1./320).

 

 

Rheinzeitung vom 13.06.1997:

Der Marktplatz in Winningen bot, nicht zum ersten Mal, eine gelungene Kulisse für ein Feierliches Gelöbnis des Bataillons. …Die Gelöbnisrede hielt der rheinland-pfälzische Finanzminister Gernot Mittler.. Grundwehrdienst sei Bürgerdienst, so der Minister… Er sprach sich für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus…

 

 

 

 

Den Abschluss mit dem dritten Feierlichen Gelöbnis bildete 

Kobern-Gondorf (Patengemeinde der 4./320) am 02. Oktober 1997

 

 

 

Örtliche Presse v. 06.02.1997:

 

15 Jahre Patenschaft und zum fünften Mal Gelöbnis ist Grund genug, einen Pioniertag in der Patengemeinde zu veranstalten. ...Das Gelöbnis für 137 Rekruten wurde von mehr als fünfhundert Angehörigen begleitet. …Hier hat sich bewiesen, dass diese Patenschaft nicht nur auf dem Papier besteht, sondern gelebt wird…

 

 
 

 

 

Auf den Gebieten „Ausbildung und Einsatz“ ist besonders herauszustellen -

Der Einsatz einer Pionier- und Feldlagerbetriebskompanie in Bosnien.

Diese selbständige Einheit hatte im 1. Halbjahr 1997,

als Bestandteil der BRIGADE CENTRE (SARAJEVO/RAJLOVAC)

zur MULTINATIONALEN DIVISION SÜD-OST (MOSTAR) gehörend,

„Pionierarbeit“ im wahrsten Sinne des Wortes zu leisten.

 

 

 

Traditionell wurde zum Jahresabschluss in der Abtei in Maria-Laach

am 12. Dezember 1997 das Adventskonzert durchgeführt

 

Rhein-Zeitung vom 19.12.1997:

Ergänzend zum Kammerorchester des Stabsmusikkorps überraschten die Mönche des Klosters mit einem gregorianischen Gesang die Gäste, einschließlich der US-Pioniere vom Patenbataillon in Baumholder... Begeisterung ohne Ende...

Fazit: Es wurden 2.500,- Mark für das Soldatenhilfswerk e.V. gespendet.

 

 

 

Das Jahr 1998 ist geprägt durch mehrere Truppenübungsplatzaufenthalte, den

mittlerweile üblichen Auslandseinsatz, der Ausstattung mit neuem Brückengerät sowie

einem Kommandeur-Wechsel.

 

Doch zunächst zu einem erfreulichen Ereignis. Der erfolgreiche Einsatz

der Pionier- und Feldlagerbetriebskompanie im vergangenen Jahr

unter Leitung von Hauptmann Hans-Peter Ries (KpChef 3./320)

fand eine besondere Würdigung durch den Befehlshaber des Heeeresführungskommandos.

 

Hptm. Ries wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs am 23.01.1998, im Koblenzer Schloss, wegen seiner besonderen Verdienste während des Einsatzes in BOSNIEN (1997), von General Reinhardt die Medaille des Heeresführungskommandos verliehen.

 

Das Bataillon verlegte jeweils mit Teilen, abhängig vom Ausbildungsauftrag, auf drei Truppenübungsplätze (TrÜbPl) und zwar:

  • 09.01. – 18.01.1998   auf den TrÜbPl SCHWARZENBORN

  • 23.05. – 29.05.1998   auf den TrÜbPl SCHWARZENBORN

  • 07.12. – 14.12.1998   auf den TrÜbPl BAUMHOLDER

 

 

Der Brigadekommandeur Oberst Benkel übergibt am 31.03.1998 das Bataillon von Oberstleutnant Hirsch an Oberstleutnant Hartl

Rhein-Zeitung vom 01.04.1998

 

 

 

Auslandeinsatz in RAJLOVAC für 45 Soldaten des Bataillons in der

Deutsch-Französischen Gruppe Franco-Aleman (DFGFA)

 

Die Soldaten des PiBtl 320 waren eingesetzt in der Feldlagerbetriebskompanie sowie in der Pionier- und ABC Abwehrkompanie im ersten Folgekontingent

GECONSFOR vom 18.Juli – Ende November 1998.

Beide Einheiten sind selbständige Kompanien der DFGFA.

Die Hauptaufgaben der Pioniere sind Bauaufträge, das Vernichten von Fundmunition sowie das Überwachen von Minenräumarbeiten der ehem. Kriegsparteien.

 

 Pioniere Heft 4 - Dezember 1998

Kurze Zeit später wurde diese Fahne durch den Kdr Pi Brig 40, Oberst Wilhelmi,

den Pionieren vor Ort übergeben und vor dem Gebäude der Kompanie

im Feldlager RAJLOVAC gehisst.

 

 

Militärische Faltfestbrücke (FFB) für humanitäre Einsätze

(so schrieb die Rheinzeitung im Dezember 1998)

 

Bei der Übergabe auf der Schmidtenhöhe waren auch italienische und polnische Delegationen dabei – die das Gerät kaufen wollen.

 

Die FFB wurde 14 Jahre nach Beginn der Entwicklung an das Deutsche Heer übergeben; insgesamt werden 10 Sätze beschafft.

Ein Satz FFB, verlastet auf zwei Brückenleger und fünf Brückentransportern, umfasst 54 m Brückengerät.

 

Damit können unabhängig voneinander folgende Strecken überwunden werden

40 m + 14 m

oder

34 m + 20 m

oder

2 x 27 m

 

 

Die Rhein-Zeitung berichtet am 18.12.1998 über den Spendenertrag

vom Adventskonzert in Maria-Laach, stattgefunden am 12. Dez 1998

 

So konnten am 17.12.1998 durch den Bataillonskommandeur,

Oberstlt Wolfgang Hartl, an den Vorsitzenden der Soldatentumorhilfe

2.500,- DM übergeben werden.

 

Auch im Jahr 1999 wird im Hinblick auf Auslandseinsätze die Ausbildung konsequent intensiviert, d.h. Verlegen auf Truppenübungsplätze,

Lehrgänge für Kompanien an der Pionierschule, aber auch Öffentlichkeitsarbeit wie Gelöbnisse und/oder andere traditionelle Veranstaltungen.

 

Das Bataillon verlegte jeweils mit Teilen, abhängig vom Ausbildungsauftrag, sechsmal auf Truppenübungsplätze (TrÜbPl) und zwar:

·        12.01. – 29.01. 1999  auf den TrÜbPl ALTMARK

·        24.01. – 29.01.1999   auf den TrÜbPl DAADEN

·        21.02. – 05.03.1999   auf den TrÜbPl BAUMHOLDER

·        20.06. – 02.07.1999   auf den TrÜbPl SCHWARZENBORN

·        28.11. – 04.12.1999   auf den TrÜbPl DAADEN

·        29.11. – 03.12.1999   auf den TrÜbPl BAUMHOLDER

         I.           Neue Methoden

Die Vielfalt der Aufträge zwingt zu neuen Methoden. So wurde für verschiedene TrÜbPl-Aufenthalte ein  so genannter „Ausbildungsverbund“ gebildet, d.h. unter Leitung der 1.Kp (verstärkt durch Teile des Bataillons) wurde dort die Schießausbildung durchgeführt.

       II.            Gefechtsnahe Ausbildung

Teile des Bataillons (2./320) verlegten auf den TrÜbPl  ALTMARK, um dort am Gefechtsübungszentrum (GZÜ) mit dem System AGDUS wirklichkeitsnahe Gefechtssimulation zu erfahren.

      III.            Auslandeinsätze

Einsatz im Ausland zur Normalität geworden, ob für einzelne Soldaten oder Teileinheiten.

So stellte beispielsweise die 3./320 vom 28.06. – 24.07.1999 einen Zug ab nach STRUMICA in Mazedonien.

Die neuen Aufträge erfordern eine Rückbesinnung auf „alte“ Pionierarbeit

 

 

Für die zentrale Ausbildung hat die Pionierschule in MÜNCHMÜNSTER eine

„Bau-Instandsetzungs-Einrichtung“ ins Leben gerufen.

Mit Schwerpunkt für die Ausbildung:

Handwerkliche Grundlagen und Behelfsbrückenbau -

verlegten dorthin die Kompanien im Wechsel

  • 21.03. – 26.03.1999     3./PiBtl 320

  • 13.09. – 24.09.1999     5./PiBtl 320

  • 10.10. – 15.10.1999     4./PiBtl 320

 

 

 

Ein Bau- und Sprengeinsatz der 2./PiBtl 320  in LAHNSTEIN

sorgte für ein echtes Ausbildungserlebnis.

Am 16.März 1999 wurde der Aussichtsturm „Sechsseenblick“ gesprengt.

 

 

Höhepunkt Pioniertechnischer Leistung ist der Bau einer Fußgängerbrücke zum Hessentag in BAUNATAL im Mai und Juni 1999

Die 5./PiBtl 320 baute, unterstützt durch die Pz Pi Kp 140, für den Hessentag 1999 eine 60 m lange Brücke für Fußgänger  über die Landstraße in BAUNATAL.

Als Hauptelemente wurden drei  Panzerschnell -Brücken BIBER überlappt verlegt.

Um eine Durchfahrhöhe von 4 m  zu erhalten, wurden als Stützen Pontons der HOHLPLATTE übereinander gestapelt:

 

 

 

Feierliche Gelöbnisse werden verstärkt, insbesondere um die Musikkorps effizient einzusetzen, für mehrere Verbände gemeinsam durchgeführt.

 

So konnte in diesem Jahr nur eine Gelöbnisfeier, vom Bataillon separat gestaltet,

in einer Patengemeinde am 17.06.1999 durchgeführt werden.

 

Das diesjährige Adventskonzert schlägt alle bisherigen Rekorde

Natürlich haben hier nicht die Pioniere musiziert, sondern wie jedes Jahr,

das Stabsmusikkorps mit seinem Kammerorchester.

 

6000,- DM Erlös erzielte das Pionierbataillon 320 bei dem 15. Adventskonzert 

in der Abtei  des Klosters Maria-Laach.

Diesmal wurde die Spende an die Soldatentumorhilfe in der Abtei im Beisein von Abt Anno Schoenen übergeben.

 

 

 

Das Jahr 2000 sollte ein folgenschweres Jahr für das Pionierbataillon 320 werden.

Doch davon war zum Jahresbeginn noch nichts zu erahnen.

Das Bataillon hat seine Ausbildungsziele auch weiterhin an mögliche Einsätze im Ausland orientiert.

Dabei werden, wo immer möglich, die Verbindungen zur Öffentlichkeit – insbesondere zu den Patengemeinden – weiterhin gepflegt.

 

 

Die intensive Ausbildung spiegelt sich wieder in den Truppenübunsplatzaufenthalten sowie in der Teilnahme (je nach Verfügbarkeit) 

an verschiedenen Rahmen- und Gefechtsübungen, die im Folgenden nur tabellarisch aufgeführt werden sollen.

     I.          Truppenübungsplätze

  • 28.01. – 04.02.2000   auf den TrÜbPl  BAUMHOLDER

  • 13.08. – 19.08.2000   auf den TrÜbPl   DAADEN

  • 03.12. – 20.12.2000   auf den TrÜbPl  BAUMHOLDER

    II.          Rahmen- und Gefechtsübungen

  • 03.02. – 20.02.2000  auf den TrÜbPl  ALTMARK

o     Gefechtsübungszentrum (GZÜ)

  • 21.02. – 25.02.2000  SIRA-AusbStützpunkt in NEUSTADT

o     PHÖNIX-I/2000 (Rahmenübung der Pi Brig 40)

  • 26.03. – 14.04.2000  auf den TrÜbPl  GRAFENWÖHR

o     WARFIGHTER-2000 (Rahmenübung V. (US) Corps)

  • 25.09 – 29.09.2000    <Rahmen> Übung HESSISCHER LÖWE (Pz Brig 14)

o     Einsatz der 5./320 mit Festbrückenzug)

  • 06.10. – 21.10.2000  auf den TrÜbPl  KLIETZ

o     PHÖNIX–II/2000 (GefÜbung der Pi Brig 40)

  III.            Wechsel der Bataillonsführung

 

Am 11. August 2000  wurde das Pionierbataillon 320  übergeben von Oberstleutnant Wolfgang HARTL an Oberstleutnant Werner SCZESNY

  IV.          Öffentlichkeitsarbeit

  • Insgesamt wurden vier Feierliche Gelöbnisse durchgeführt. Dabei konnten auch die Patengemeinden  berücksichtigt werden

o     16.02.2000 Gelöbnisfeier in  WINNINGEN

o     23.11.2000 Gelöbnisfeier in  OESTRICH-WINKEL

  • Umwelttag am 14.April 2000

 

Im Rahmen des diesjährigen Umwelttages  wurde in der Patengemeinde WINNINGEN

eine Fläche von ca. 3000 m2 renaturiert. Dabei wurden 23 hochstämmige Bäume

und zahlreiche Sträucher angepflanzt.

So wurde einmal mehr die enge Verbindung zur Gemeinde Winningen unter Beweis gestellt.

 

  • Gedenkfeier am Ehrenmahl des Deutschen Heeres am 23.11.2000

Die Organisations- und Unterstützungsmaßnahmen lagen dieses Jahr in der Hand der  4.Kp.

In altbewährter Weise wurde dieser Auftrag durchgeführt – man hörte besonders lobenswerte Äußerungen über das Auftreten der Fahnen- und Kranzträger.

 

  • Adventskonzert in der Abtei Maria-Laach am 08.Dezember 2000

Rheinzeitung am 12.12.2000

„Konzert-Publikum bedankte sich mit   großzügiger Spende“

Schöne Musik in der Abtei - fast 7.000,- DM für die Soldatentumorhilfe

                                                                                   …und der Kommandeur versprach „Im nächsten Jahr kommen wir wieder“…

 

 

Pionierbataillon 320 auf „Scharpings Streichliste“

Wie viele andere Verbände auch, erfuhr das Bataillon von der geplanten Auflösung

aus der Presse durch „Politik Online“ am Donnerstag, 14. Dezember 2000.

 

Trotz Dementi des Ministers wurde der Jahreswechsel von Zweifel und  Verunsicherung begleitet.

 

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